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Pressing

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Wie im richtigen Fussball kann man beim Subbuteo Sport-Tischfussball ebenfalls das aggressive Pressing einsetzen.

Die Spielfigur des Verteidigers wird bei jeder Ballberührung des Angreifers direkt vor den Ball geschnippt. Damit bremst man den Spielfluss des Gegners.

Die Präzision dieser Verteidigungstechnik läßt sich nur durch hartes Training erreichen.

Ich spielte in einem internationalen Turnier gegen einen Spieler, der das Pressing in vollendeter Form beherschte. Es ist sehr unangenehm gegen einen solchen Gegner zu spielen, der jeden Angriffszug aggressiv blockiert.

Beispiel:

Spieler Blau spielt in die gegnerische Hälfte.

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Nun bockt Spieler Weiß den Ball.

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Blau spielt den Ball quer weiter.

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Weiß blockiert den Ball sofort und bringt den blauen Spieler erneut in Schwierigkeiten.

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Mit diesem Pressing wird der Spielfluß des blauen Spielers immer wieder unterbrochen. Zum Pressing werden in der Regel die weiter vorne platzierten Spieler verwendet, die nicht in der Verteidigungslinie stehen.

Um diese Technik zu beherrschen ist intensivstes Training nötig.

 

Spielsystem 7:3:0 – „Subbunaccio“

Liebe Subbuteo Fans,

heute wollen wir mal über die grundsätzliche Subbuteo Taktik sprechen. Es ist nicht damit getan, seine Figuren ausgezeichnet zu beherrschen. Nein, der Subbuteo Stratege braucht ein erfolgversprechendes Spielsystem um gute Chancen zu haben ein Spiel zu gewinnen. Sehr beliebt ist das 7:3:0 System, bei dem der Spieler 7 Figuren an der Schußline platziert, um dem Gegner ein durchbrechen in die Schusszone so schwer als möglich zu machen.

Spielfeld

Dieses Spielsystem wurde auch früher sehr oft im italienischen Fussball verwendet.  Frei nach dem Motto „hinten dicht und vorne hilft der liebe Gott“.  Der „Catenaccio“ sorgte zwar nicht immer für die ansehnlichsten Spiele, war jedoch sehr erfolgreich. Im Table-Soccer ist diese taktische Variante sehr wichtig, um die Überraschungsangriffe des Gegners noch rechtzeitig stoppen zu können. Erfunden hat hat dieses Spielsystem der Österreicher Karl Rappan in den 1930er Jahren. Das System wurde damals von der schweizer Nationalmannschaft und dem Grasshoper-Club Zürich gespielt.

Das System gibt beim Tischfussball dem Verteidiger sehr gute Gelegenheiten den Angreifer immer wieder bei seinen Spielzügen zu blockieren. Zusätzlich ist die etwas vorgezogene Position der 7er Reihe hilfreich, um den Gegner immer wieder in Abseitspositionierungen zu drängen.

Um später auch einige Angriffschancen zu bekommen, muss man viel mit dem Ball üben, um mit den verbleibenden Mittelfeldspielern erfolgreiche Vorstösse umzusetzen.

In zahlreichen Youtube Videos zum Thema Subbuteo könnt Ihr die Profis beim Aufbau der Figuren und Systeme beobachten. Man spielt also grundsätzlich mit einer stabilen Abwehr und einer geringen Anzahl an Stürmern.

Raumdeckung

Beim Subbuteo Spiel ist die Raumdeckung der wichtigste Aspekt für eine gute Verteidigungsstrategie. Durch die klassischen Subbuteo-Spielsysteme (7:3:0) ist es dem Verteidiger möglich, einem Angreifer die Räume eng zu machen. Auch das sog. „Doppeln“ (2 Verteidiger greifen einen Stürmer an) ist gut im Spiel umsetzbar. Die Verteidigungskette ist durch ihre Flexibilität ein guter Schutz vor gegnerischen Durchbrüchen. Sie kann ihren Wirkungsbereich je nach Bedarf in Richtung der gewünschten Spielfeldseite verschieben.

Gerade im Bereich der Spitzenspieler sind oft überfallartige Angriffe zu sehen, die nur mittels Raumdeckung gebremst werden können. Dem schnellen Spiel der Stars kann man oft nur gute Verteidigungspositionen entgegensetzen. Dadurch hat man grössere Chancen durch einen Fehler des Angreifers wieder in Ballbesitz zu kommen.

Beim 7:3:0 System wird der vordere und mittlere Bereich des Spielfeldes für grössere Verteidigungskämpfe aufgegeben. Die gesamte Verteidigungsarbeit findet im hinteren Spielfeldbereich statt. Dort allerdings wird umso heftiger verteidigt. Die Positionierung der Verteidiger im Bereich vor der Schusslinie ermöglicht es auch den Gegenspieler häufiger mit einer Abseitsposition zu konfrontieren.

Erfahrene Spieler schnippen Ihre Spielfiguren nach einem Ballverlust im vorderen Spielfeldbereich sehr häufig schnell aus dem Angriffsbereich in den Verteidigungsbereich um hinten die Abwehrmauern aufrecht zu halten.

Die Raumdeckung ist beim Subbuteo-Spiel die einzig sinnvolle Verteidigungsstrategie. Manndeckung ist bei diesem Spiel grundsätzlich kaum umsetzbar, da die individuellen Fertigkeiten von Einzelspielern (wie beim echten Fussball) keine Rolle spielen.

Beim Subbuteo Spiel gibt es keine Spielfigur mit den individuellen Fertigkeiten eines Messi, der abgedeckt werden muss.

Die Raumdeckung sinnvoll zu gestalten ist also ein wesentlicher Bestandteil ihres Erfolges. Sie werden in der Praxis viele Erfahrungen machen, die ihnen bei Ihrer Taktik behilflich sein sollten. Nach einem Abstoss können Sie ihre Spielfiguren, die sich im Zuge des Spielverlaufes auf andere Positionen bewegt haben wieder zurückstellen, um die Verteidigungslinien wieder zu adjustieren.

Zielsicheres Schnippen ist ebenfalls nötig, um Ihre Figuren im Spielverlauf jeweils in eine gute Position zu bringen. Daher sollte diesem Thema unbedingt eine gewisse Trainingszeit gewidmet werden. Gerade bei den Verteidigungszügen, bei denen man nicht den Ball als Ziel anvisieren kann, sondern einen bestimmten Punkt mit der Spielfigur treffen soll, ist die Qualität schon fasst „überlebenswichtig“.

Ich habe mich anfangs sehr schwer damit getan, mit den gut polierten Figuren in eine enge Zielzone zwischen Ball und Gegenspieler zu schnippen. Auch heute noch ist es für mich wohl eine der grössten Herausforderungen im Subbuteo Tischfussballspiel, unter einem hohem  Angriffsdruck schnelle und treffsichere Verteidigungszüge zu machen.

Gute Spieler beherrschen dies auch unter der Stresssituation im Spiel mit hoher Präzision. Der Gegner ist kaum auf eine bessere Art zu stoppen.

Merken Sie sich auf jeden Fall, dass je überlegener Ihr Gegenspieler ist, desto besser sollten Ihre Verteidigungszüge und Ihre Abwehrstrategie sein.