Turniererfahrungen aus dem DSTFB Cup 2014 in Kamen

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Turniererfahrungen vom DSTFB Cup 2014 in Kamen

Abwehrverhalten: Das A + O ist eine stabile Abwehr. Ohne diese kann man im Spiel gegen fortgeschrittene Gegner kaum bestehen. Wer als Anfänger kein Tor kassiert hat auch die Chance auf ein Glückstor um zu gewinnen. Die Defensivarbeit muss perfekt sein, um die Angriffe von besser geübten Gegnern zu parieren.

Es ist grundsätzlich sinnvoll mit wenigen Figuren den Angriff zu gestalten. Bei vielen Anfängern werden zu schnell viele Spielfiguren nach vorne geschnippt. Das öffnet die eigene Abwehr wie ein Scheunentor und lädt den Gegner zu schnellen Kontern ein. Erfahrene Gegner werden das nutzen, da könnt Ihr sicher sein.

Solltet Ihr den Ball in der gegnerischen Hälfte verlieren, so gilt es schnell viele Spielfiguren zurück in die eigene Hälfte zu manövrieren. Tom Horn (Sparta SpreeAthen) sagte Quantität vor Qualität, also alles zurück so schnell es geht. Erst später sind die Verteidigungszüge zu optimieren.

Die Qualität der Verteidigungszüge entscheidet, ob Ihr den Gegner stoppen könnt. Durch eine Vielzahl von Turnierspielen kann man sich bei besseren Gegnern einiges in dieser Richtung abschauen. Beispielsweise wird das Auge geschult und man kann viel besser das gegnerische Angriffsverhalten antizipieren.

Manchmal ist es besser nicht unbedingt zu versuchen, die Figuren zwischen Ball und Gegner zu schnippen, sondern evtl. besser vor den Ball oder hinter die gegnerische Spielfigur. Das bremst das Spiel ungemein und Ihr könnt einen klaren Kopf behalten.

Einen sinnvollen Angriff mit wenigen Spielfiguren zu gestalten ist anspruchsvoll, da oft die Figuren über längere Distanzen perfekt an den Ball geschnippt werden müssen. Hierfür ist das Training unabdingbar.

Bei den besseren Spieler stellt man fest, dass einige Standard-Angriffspositionen immer wieder in der gleichen Art und Weise abgearbeitet werden. Diese häufig wiederkehrenden Situationen werden eiskalt zum Torschuss genutzt.

Im Spiel gerät man als Anfänger leicht in Hektik und Fehler schleichen sich ein. Die nötige Coolness erwirbt man sich wohl nur durch ausreichende Turniererfahrung. Spielt Euer Spiel und lasst Euch ja nicht zum Spieltempo des Gegners verleiten.

Ihr solltet Euch unbedingt auch mit den Regeln gut auskennen, da Ihr sonst den Kopf nicht frei habt, weil Ihr immer wieder nachdenken müsst, wie in den verschiedenen Spielsituationen zu verfahren ist. Das schadet Eurer Konzentration und das Spiel wird sicher darunter leiden. Die Regeln müssen sitzen.

Was man sicher schnell und gut trainieren kann, ist die Positionierung des Torhüters bei Schüssen von den beiden Seiten. Hier kann man mit gutem Know How die Schusswinkel für den Schützen sehr eng machen und die Chancen der Vereitelung des Schusses massiv erhöhen. Zur Inspiration dienen zahlreiche Videos über Subbuteo-Spiele im Internet.

Konditioneller Anspruch ist auch bei Subbuteo-Turnieren gegeben. Über einen ganzen Tag die Konzentration aufrecht zu erhalten ist sehr anstrengend. Auch die Füsse können einem irgendwann weh tun. Training ist hier unbedingt angesagt.

Beim Equipment gibt es keine einheitliche Meinung. Die guten Spieler haben unterschiedlichstes Material im Einsatz. Egal ob Ihr die Torhüter, Spielfiguren oder das Poliermittel betrachtet. Es gab sogar einen Spieler, der ins Halbfinale kam, obwohl er mit Vintage Subbuteo Figuren antrat.

Bei Turnieren solltet Ihr beachten, dass es sein kann, dass Ihr auf den unterschiedlichen Bodenbelägen zurechtkommen müsst, da beim Veranstalter oft alle möglichen Versionen von Pitches im Einsatz sind.

Ich habe noch viel zu tun!

Viel Glück für Euer nächstes Turnier wünscht Euch:

Subbuteoplanet.com

DSTFB – Pokal 2014 in Kamen

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Am 18. und 19.10.2014 fand der DSTFB – Pokal in Kamen statt. Der Subbuteo Club München 2014 nahm das erste Mal mit einem Spieler an einem derartigen Wettbewerb teil. Der Deutsche Pokal diente somit als eine Art eine Standortbestimmung für unsere aktuelle Spielstärke. Zusätzlich konnte man als neuestes Mitglied im DSTFB Erfahrungen rund um die deutsche Subbuteo-Welt und die Verbandsaktivitäten gewinnen.

Ich reiste schon am Freitag Abend zum Turnier an, und konnte bei einem ersten Abendessen u.a. Thossa Büsing (Organisator und stv. Vorsitzender im DSTFB) und Tom Horn (Sparta Spreeathen) kennenlernen. Bei dem hervorragenden Essen wurden mir interessante Informationen zum Turnier und der Subbuteo-Community weitergegeben.

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Am nächsten Morgen betrat ich die Halle des Bürgerhaus Methler und bekam gleich wertvolle Spieltips von Leif Banscherus (ehemaliger Deutscher Meister 2004).  Er erklärte mir insbesondere die Bedeutung einer besseren Torhüterpositionierung. Vor Turnierbeginn wurden von Janus Gersie (Vorstand DSTFB) und Stephan Thiele (BSC Schwalbach) noch die neuesten Regeländerungen besprochen um alle Teilnehmer auf den gleichen Stand zu bringen.

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Um 10 Uhr startete dann termingerecht das Open-Turnier um den DSTFB Pokal. Der erste Gegner für mich war Patrick Schneider (SF Schwarz-Weiß Hitdorf). Das Spiel war über weite Strecken ausgeglichen. Letzlich musste ich eine 0:1  Niederlage gegen den deutlich jüngeren Spieler hinnehmen. Zweiter Gegner war der derzeit in der Weltrangliste höchstplazierte deutsche Veteranenspieler Thomas Vulpes (TSG Rain). Er verpasste mir eine deutliche „Klatsche“. Mit 0:7 ging ich vom Feld. In diesem Spiel konnte man deutliche Klassenunterschiede in der Spielstärke erkennen. Dritter Gegner war der neue Kassenwart des DSTFB Dieter Sauerwein (SSG Borussia Bergkamen), den ich mit einem mühsamen 1:0 niederringen konnte. Der Sieg war sicherlich schmeichelhaft, da mind. 7 Latten- bzw. Pfostenschüsse von Dieter einfach nicht in meinen Kasten wollten.

Währenddessen kämpften sich die „Hagenkötters“ (TSL Dortmund 61) Zug um Zug in die nächsten Runden. Roland Popp musste sich im Freistoßschießen Edin Mulasmajic knapp geschlagen geben, nachdem er in einem tollen Spiel einen 0:2 Rückstand in eine 3:2 Führung ummünzen konnte, bevor es noch knapp vor Schluss zum Ausgleich kam.

Sensationell fand ich, dass es Axel Schneider (SF Schwarz-Weiß Hitdorf) mit seinen „Vintage Figuren“ bis ins kleine Finale um Platz 3 schaffte. Hier traf er auf Frank Stiller (TSL Dortmund 61). Da mich dieses Spiel sehr beeindruckte, habe ich es gefilmt.

Nun war ich noch einmal gegen Dirk Bärwald (TSL Dortmund 61) dran. Bei diesem 4. Spiel wurde klar, dass ein Subbuteo-Turnier kein Zuckerschlecken ist. Nein, es handelt sich auch aus meiner Sicht um einen Sport. Die Konzentration über den ganzen Tag aufrechtzuerhalten ist keine leichte Aufgabe. Vier bis sechs Spiele in leicht gebückter Haltung und zwischendurch noch die Schiedsrichterfinktion zu übernehmen kann sehr anstrengend werden. Eine gute Kondition kann sicher nicht schaden, wenn man in dieser Sportart oben mitspielen will. Ich hatte keine Chance gegen Dirk, der das Spiel jederzeit kontrollierte.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern, die mir gute Tips und Hilfestellung gaben.

Finale Kamen

Die Familie Hagenkötter erreichte währenddessen das Finale. Hier siegte Kai Hagenkötter in einem kontrollierten Finale mit 2:1 und konnte den Siegerpokal entgegennehmen.

Nach dem Finale fand die Jahreshauptversammlung des DSTFB in Kamen statt. Hier wurden die Aktivitäten des vergangenen Jahres dargelegt und ein neuer Kassenwart gewählt. Danach konnten wir uns über die Unterhaltungseinlagen von Leif Banscherus amüsieren, denen man wohl das Prädikat „Weltklasse“ zukommen lassen muss. („You know what i mean, Leif?) Danke für diesen witzigen Abend.

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Am Sonntag mussten die Teilnehmer um 10 Uhr zum Mannschaftspokal antreten. Da ich alleine in Kamen war, konnte ich nicht mit unserer Mannschaft antreten. Stattdessen nutzte ich die Zeit zu einem Trainingsspiel mit Tom Horn (Sparta SpreeAthen). Er gab mir ebenfalls sehr wertvolle Tips zum Spiel und servierte mich entspannt mit einem lockeren 3:0 ab.

Die Turnierleitung organisierte unterdessen eine Variante für die anwesenden Spieler, die nicht mit einem kompletten Team antreten konnten und schlug vor, dass ich mit Thomas Vulpes und Tom Horn eine Mannschaft bilden könnte, die ausser Konkurrenz am Wettbewerb teilnehmen könnte. Leider musste ich diese Gelegenheit wegen der langen Heimreise nach München ausschlagen. Trotzdem vielen Dank für diese grosse Flexibilität der Turnierorganisation.

Alles in allem war die Veranstaltung sehr gelungen und es war möglich viele Eindrücke und Tips zu gewinnen, die wir in der Zukunft auch umsetzen werden.

Ich gratuliere allen Siegern und Platzierten zu Ihrer Leistung. Besonderen Dank gilt es an die ausgezeichnete Turnierleitung des DSTFB und TSL Dortmund 61 zu richten. (Thossa Büsing (und Familie), Thomas Vulpes und Janus Gersie sowie alle weiteren Beteiligten)

Viele Grüsse aus München

Gerd Häcker

Hier die Endplazierungen:

1 Kai Hagenkötter

2 Frank Hagenkötter

3 Frank Stiller

4 Axel Schneider

5 Leif Banscherus

6 Janus Gersie

7 Edin Mulasmajic

8 Wolfgang Schneider

9 Roland Popp

10 Stephan Boddenberg

11 Thossa Büsing

12 Marcel Schulz

13 Tom Horn

14 Victoria Büsing

15 Felix Herrmannsdörfer

16 Patrick Schneider

17 Markus Lindner

18 Thomas Vulpes

19 Uwe Stiller

20 Stephan Thiele

21 Dirk Bärwald

22 Gerd Häcker

23 Dieter Sauerwein

24 Joshua Poreski

25 Patrick Schnieder

26 Alexander Büsing

27 Gerhard Grünberg

28 Ekrem Mulasmajic

29 Rene Frey